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Heinrich Georg Barkhausen (1881 - 1956)

deutscher Elektrotechniker


Heinrich G. Barkausen wurde am 2. Dezember 1881 in Bremen geboren. Er studierte an den Universitäten in München und Berlin bevor er 1907 in Göttingen promovierte. Nach seiner Tätigkeit bei Siemens und Halske erhielt Barkhausen 1911 einen Ruf an die TH Dresden, zunächst als außerordentlicher Professor für elektrische Messkunde, Telegraphie und Telephonie (mit besonderer Betonung der theoretischen Grundlagen) sowie für Theorie der elektrischen Leitungen. Er gründete das erste Institut für Schwachstromtechnik in Deutschland und erhielt damit die weltweit erste Professur für das Elektroingenieurwesen.Während des ersten Weltkriegs (1914 - 1918) wurde H. Barkhausen ab 1915 als "wissenschaftlicher Hilfsarbeiter" zur Marineinspektion des Torpedo- und Minenwesens in Kiel verpflichtet. Dort befasste er sich zunächst mit umfangreichen Messungen zur Schallausbreitung im Meer und mit der Untersuchung von elektromagnetischen Unterwasser-Schallsendern, um deren Schalleistung zu erhöhen. Bei den erstgenannten Arbeiten, die er vielfach gemeinsam mit Hugo Lichte durchführte, ging es um die Messung des Schalldruckes in Abhängigkeit von der Entfernung vom Schallsender, um den Einfluss der Wassertiefe, der Temperaturschichtung sowie des Salzgehaltes vom Wasser auf die Ausbreitungsdämpfung Er verfasste grundlegende Arbeiten über elektrische Schwingungen und Elektronenröhren. Der nach ihm benannte Barkhausen-Effekt, das Umklappen der magnetischen Momente der Weiss-Bezirke, wurde von ihm 1917 erstmals akustisch nachgewiesen. Im gleichen Jahr entwickelte Barkhausen mit Karl Kurz den Barkhausen-Kurz Oszillator für ultrahohe Frequenzen.Die wesentlichen seiner Ergebnisse zur Messung der Lautstärke beliebiger Schallereignisse hat Heinrich Barkhausen 1926 zunächst in mehreren Vorträgen veröffentlicht, die dann im gleichen Jahr bzw. 1927 in Zeitschriften erschienen. Er führte die Maßeinheit Phon für die Lautstärke ein.1931 erhielt er den "IEEE Morris N. Liebman Award for the Invention and Exploration of the Merged Transistor Logic MTL"Er verstarb am 20. Februar 1956 in Dresden.

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