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Physikdepartment    Abteilung Vorlesung

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Max Born (1882 - 1970))

britischer Mathematiker und Physiker deutscher Abstammung


Max Born wurde am 11. Dezember 1882 in Breslau geboren. Als Sohn einer wohlhabenden Familie konnte er sein Studium, frei von Geldsorgen, breit anlegen. So orientierte er sich zunächst in Breslau, Heidelberg und Zürich in diversen Studiengängen, bis er 1904 ein Mathematikstudium in Göttingen begann. Nach der Promotion im Jahre 1906 bildete er sich in Breslau und Cambridge in Physik weiter. 1908 kehrte er an die Universität Göttingen zurück und habilitierte sich 1909. Er untersuchte 1912 theoretisch die möglichen Schwingungen der Atome in einem Gitter und leitete daraus den Verlauf der spezifischen Wärme als Funktion der Temperatur mit Benutzung der Quantentheorie ab. Albert Einstein hatte schon mit einer sehr groben Annahme über die Schwingungen den Verlauf bei tiefen Temperaturen dargestellt, doch die Ergebnisse von Max Born entsprachen den Messungen viel besser. 1914 wurde er an dieUniversität Berlin als außerordentlicher Professor für theoretische Physik und kinetische Theorie fester Körper berufen. Durch sein Buch "Dynamik der Kristallgitter", das 1915 erschien gilt er als Begründer der Kristallguittertheorie. 1918 vereinbarte er mit dem in Frankfurt in einer vergleichbaren Stellung wirkenden Max von Laue einen Tausch der Lehrstühle. So wechselte Max von Laue 1919 an das Kaiser Wilhelm Institut für Physik in Berlin und Max Born nach Frankfurt. Hier war Otto Stern Privatdozent und wurde Borns Assitent. 1921 erhielt er einen Ruf an die Universität Göttingen. Hier arbeitete er mit James Franck und Robert Pohl zusammen. Gemeinsam mit seinen Assistenten verfasste er 1925 eine umfassende Theorie der atomaren Erscheinungen, der sogenannten Quantenmechanik. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland wurde er 1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung zwangsweise beurlaubt. Über Zwischenstationen in Südtirol, Indien und Cambridge erhielt er 1936 einen Ruf nach Edingburgh. 1939 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft. 1953 trat er von seinem Lehrstuhl zurück und kehrte 1954 nach Deutschlan zurück. Im selben Jahr wird er mit dem Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten zur Quantenmechanik und Kristallgittertheorioe ausgezeichnet. Seine Arbeiten über die Quantentheorie werden jedoch von seinem Freund Albert Einstein nicht anerkannt.

Am 5. Januar verstirbt er in Göttingen.

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