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Physikdepartment    Abteilung Vorlesung

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Michael Faraday (1791 - 1867)

britischer Chemiker

Michael Faraday wurde am 22. September 1791 in Newington Butts bei London geboren. Ohne abgeschlossener Grundschulausbildung ging er 1804 zu einem Buchbinder und Buchhändler in die Lehre. Zunächst trug er nur Zeitungen aus, später erlernte er das Buchbinderhandwerk. Im Jahr 1812 besuchte er Vorlesungen des Chemikers Sir Humphry Davy. Davy stellte Faraday daraufhin zunächst als Laborgehilfe und dann als Assistent in seinem chemischen Labor an der Royal Institution ein. Er kümmerte sich um die Vorträge der Gastdozenten und bereitete die Demonstrationsversuche vor. 1816 publizierte er seine erste wissenschftliche Arbeit über die chemische Analyse eines Ätzkalks und wurde 1821 zum Oberinspektor der Royal Institution befördet. 1823 befasste er sich mit der Verflüssigung von Chlor unter Druck und der Herstellung von Hexachlorethan. Im Jahre 1824 fand er bei der Destillation fetter Öle das Benzol und das Butylen und wurde zum Mitglied der Royal Society in London gewählt. Ein Jahr darauf wurde Faraday Direktor des Laboratoriums der Royal Institution und 1827 erhielt er einen Ruf als Professor der Chemie. Am 29. August 1831 entdeckte er den Effekt der elektromagnetischen Induktion und formulierte 1834 zwei Gesetze über die chemischen Wirkungen des Stromes. Bei seinen Experimenten mit dem Magnetismus wies er die Existenz des Diamagnetismus nach und stellte die Drehung der Polarisationsebene in Glas fest. (siehe Faraday-Effekt). 1845 entdeckte er schließlich den nach ihm benannten Faradaykäfig.

Im Jahre 1858 nahm Faraday Abschied von der Royal Institution und verstarb am 25. August in Hampton Court bei London

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