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Max Karl Ernst Ludwig Planck (1858 - 1947)

deutscher Physiker

Max Planck wurde am 23. April 1858 in Kiel geboren. Er besuchte das Maximilians-Gymnasium in München und legte dort mit 16 Jahren das Abitur ab. 1878 begann er das Studium der Physik an der Ludwig Maximilians Universität in München, welches er nach zwei auswärtigen Semestern bei Herrmann von Helmholtz und Gustav Kirchhoff in Berlin, mit seiner Dissertation "über den zweiten Hauptsatz der mechanischen Wärmetheorie" abschloss. Nach seiner Habilitation 1880 und einigen Jahren als Privatdozent in München nahm er 1885 eine außerordentliche Professur für mathematische Physik in Kiel an. 1889 folgte er einem Ruf an die Friedrich Wilhelm Universität in Berlin, um die Nachfolge Gustav Kirchhoffs anzutreten. Diese außerordentliche Professur wurde 1892 in einen Lehrstuhl für theoretische Physik umgewandelt. 1894 wurde er ordentliches Mitglied der preußischen Akademie der Wissenschaften. Auf Grundlage des Entropiebegriffs fand Planck einen Ausdruck für die Energiedichte, welcher in der Lage war, die experimentell ermittelten Daten exakt wiederzugeben (Plancksche Strahlungsformel). Im Zuge der theoretischen Begründung dieser Formel erkannte er, dass der Konstanten h eine grundlegende Bedeutung zukommen müsse und präsentierte das Plancksche Wirkungsquantum am 14.12.1900 der Physikalischen Gesellschaft in Berlin. Von 1905 bis 1909 und 1915/16 hatte er den Vorsitz der Physikalischen Gesellschaft. Ab 1912 war er beständiger Sekretär der physikalisch mathematischen Klasse der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Für die Begründung der Quantentheorie erhielt Max Planck 1918 den Nobelpreis für Physik. 1921/22 war er erster Vorsitzender der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte. Trotz der Machtübernahme der Nationalsozialisten ergriff er unerschrocken das Wort zur Ehrenrettung seiner jüdischen Kollegen. Offizieller Verbote ungeachtet, organisierte er 1935 eine Gedenkfeier für den aus Deutschland vertriebenen und kurz danach verstorbenen jüdischen Kollegen Fritz Haber. In der Akademie der Wissenschaften würdigte er ausdrücklich die Leistungen des entlassenen Albert Einstein. Sein privates Leben war von Tragik überschattet. 1909 verlor er seine erste Ehefrau. Von den vier Kindern aus dieser Ehe überlebte keines den Vater. Sein erster Sohn und seine Zwillingstöchter fielen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Sein jüngster Sohn Erwin wurde am 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt. Im gleichen Jahr verlor Plancksein Haus in Berlin bei einem Bombenangriff. Seine Korrespondenz und Bibliothek fiel den Flammen zum Opfer. Mit seiner zweiten Frau musste er unter primitivsten Bedingungen, in Göttingen neu beginnen. Hier verbrachte er seine letzten Lebensjahre. Die Kaiser Wilhelm Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften wurde ihm zu Ehren in Max-Planck-Gesellschaft umbenannt. Ein Gedenkstein mit der Aufschrift h=6,62x1027 erg sec erinnert an den Begründer der Quantentheorie.

Er verstarb am 4. Oktober 1947 in Göttingen.

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